
Über uns – und warum dieser Weg funktioniert
Immer wieder an derselben Stelle
Ich (Dana) habe lange gebraucht um zu verstehen, warum sich im Kennenlernen immer wieder dasselbe wiederholt – obwohl ich es eigentlich anders wollte. Nicht weil ich es nicht besser gewusst hätte. Sondern weil mir die Klarheit gefehlt hat. Und das Werkzeug.
Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt – in unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlichen Kulturen. Und mit ganz unterschiedlichen Beziehungen. Was sich dabei durchgezogen hat: Meine Beziehungen hielten nie länger als drei Jahre. Und dann stand ich wieder allein da. Am Anfang fühlte es sich oft gut an – Nähe, Verbindung, Hoffnung. Und dann passte es doch nicht.
Der Moment an dem sich alles verändert hat
Mit Anfang dreißig wurde mir klar, dass das so nicht weitergehen kann. Nicht die Männer mussten sich ändern. Ich musste etwas anders machen. Ich wollte eine Partnerschaft die wirklich trägt. Ich wollte Familie. Und ich wollte nicht immer wieder in der gleichen Sackgasse landen.
Ich habe aufgehört zu hoffen – und begonnen, wirklich hinzuschauen. Ich habe Online-Kurse gebucht, Coachings gemacht, Bücher gelesen – und meine Hausaufgaben gemacht. Ich habe meine bisherigen Beziehungen reflektiert, Muster erkannt, meinen eigenen Kompass entwickelt. Ich habe herausgearbeitet worauf es mir wirklich ankommt – und was ich bisher immer wieder übergangen hatte.
Und dann bin ich die Partnersuche anders angegangen. Bewusster. Klarer. Und mit einem ganz klaren Versprechen an mich selbst: Keine faulen Kompromisse mehr. Nur noch dann in eine Partnerschaft gehen, wenn sie sich von Kopf und Bauch her wirklich stimmig anfühlt. Ohne Wenn und Aber.
Habe ich gezweifelt ob ich jemanden finden würde? Ja. Aber es war mir egal. Ich war an dem Punkt angekommen an dem ich wirklich genug hatte – und endlich ankommen wollte.
Mallorca – und warum Vorbereitung alles verändert
Neben Online- und Offline-Partnersuche habe ich eine Strategie genutzt die kaum jemand wirklich einsetzt: den eigenen Freundeskreis aktiv einzubinden.
Auf einer Aktivwoche auf Mallorca fiel mir ein Mann auf der sympathisch aussah. Ich habe einen Freund der meine wichtigsten Kriterien kannte gebeten, uns vorzustellen – wenn er darin einen Sinn sieht. Zehn Minuten später kamen die beiden zu mir an den Pool. André wurde mir vorgestellt. Und mein Kumpel hat sich mit einer Entschuldigung aus dem Staub gemacht.
Das war der Anfang. Ein Moment den ich hätte vorbeiziehen lassen können. Aber ich war vorbereitet. Ich wusste was ich suchte. Und ich wusste wie ich es herausfinden konnte.
Was dann folgte war kein Abwarten und Hoffen – sondern bewusstes Handeln und Beobachten. Wir hatten eine Woche. Und ich wusste dass ich sie aktiv nutzen muss, wenn ich wirklich herausfinden will ob er überhaupt in Frage kommen könnte. Nach unserem ersten kurzen Gespräch hatte ich deutliches Interesse – bei ihm hatte es noch nicht geklickt. Also habe ich dafür gesorgt dass wir uns ganz zufällig immer wieder über den Weg gelaufen sind und kurz miteinander reden konnten.
An einem heißen Tag zu Beginn eines völlig überfüllten Seminars musste ich noch mal kurz um die Ecke. Als ich zurückkam hatte André uns Wasserflaschen besorgt und Plätze freigehalten. Eine kleine Geste – aber genau das sind die Momente in denen sich zeigt ob jemand wirklich Interesse hat und es Sinn macht weiterzugehen.
Der Abend am Strand
Ein paar Tage später sind wir abends zu zweit am Strand spazieren gegangen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen – jetzt oder nie. „Ich habe das Gefühl dass wir uns mögen. Darf ich Dir ein paar Fragen stellen die mir wirklich wichtig sind?"
Er hat nicht gezögert. Er hat gesagt: „Ja – und dann stelle ich Dir meine Fragen."
Das war kein romantischer Zufall. Das war ein bewusstes Gespräch zwischen zwei Menschen die wissen was sie wollen. Ich habe geprüft. Und er auch.
An dem Abend haben wir uns übrigens noch nicht geküsst. Das war erst einen Tag später – nachdem noch etwas ganz Wichtiges passiert war.
An jenem Abend am Strand hatte ich ihn unter anderem gefragt ob er sich noch einmal vorstellen könnte, Vater zu werden. Er hatte bereits zwei Kinder die bei ihm lebten – zehn und zwölf Jahre alt. Ich war mir nicht sicher wie er reagieren würde. Er hat tatsächlich Ja gesagt.
Worte und Taten
Am nächsten Tag ein Gruppenausflug. Eine Mutter mit einem einjährigen Kind war auch dabei. Beim Mittagessen hat André angeboten, dass wir kurz mit dem Kleinen spazieren gehen, damit die Mutter in Ruhe essen kann. Ich dachte innerlich: Oh Gott, was soll ich mit einem Einjährigen anfangen? Er war völlig souverän. Hat mit dem Kleinen gespielt. Wir hatten einen wunderschönen Moment.
Am gleichen Abend als wir wieder zusammen am Strand waren hat er mir gesagt dass er durchaus gehört hatte, dass ich mir noch einmal ein Kind wünsche. Und dass er den Moment beim Ausflug bewusst genutzt hatte – um für sich selbst herauszufinden ob er sich das noch einmal vorstellen kann. Er hatte die Frage für sich mit Ja beantwortet.
Kurz vorher hatte ich zufällig ein Telefonat zwischen ihm und seinen beiden Kindern mitbekommen. Die Art und Weise wie er mit ihnen gesprochen hat – das hat mir total gefallen. Er wohnte in meiner Nähe. Er war frei. Und er war ebenso wie ich auf der Suche nach einer festen Partnerschaft. Inzwischen stand alles auf Go – vom Kopf und vom Bauch her.
Das war dann übrigens der Abend an dem wir uns das erste Mal geküsst haben. Und wir sind noch im Dunkeln schwimmen gegangen – obwohl ich kaltes und tiefes Wasser eigentlich wirklich hasse. In dem Moment war es stimmig. Und ich habe mich sicher gefühlt.
Monate später – als wir längst zusammen waren und gemeinsam Witze darüber gemacht haben dass wir immer noch im Probejahr sind – waren wir in dem Haus in dem er früher gelebt hatte. Es sollte verkauft werden. Er hat genau eine Sache mitgenommen: die Wickelauflage, die zu einer Kommode gehörte die schon bei uns stand. Er sagte nur: „Die werden wir irgendwann brauchen." Packte sie ein. Und wir fuhren nach Hause.
Worte und Taten. Nicht als Beweis. Sondern weil es für ihn selbstverständlich war.
Heute
Heute sind wir verheiratet und leben gemeinsam als Familie in der Lüneburger Heide. Die beiden Großen sind längst aus dem Haus und unser Kleiner geht schon in die Schule. Mit unserem Wohnmobil sind wir ständig unterwegs und entdecken gemeinsam die Welt – etwas das ich vorher jahrelang immer allein gemacht hatte.
Ich weiß genau warum es diesmal funktioniert hat. Nicht weil plötzlich der Richtige aufgetaucht ist. Sondern weil ich vorbereitet war. Weil ich Chancen mutig ergriffen habe. Weil ich genau hingeschaut habe. Früh die richtigen Fragen gestellt habe – ohne mich von Anziehung blenden zu lassen. Und dann hatte ich jemanden vor mir mit dem ich gemeinsam in dieselbe Richtung schaue.
Klarer. Ruhiger. Bewusster.
Was daraus entstanden ist
Aus diesem Weg – meinem eigenen und dem von hunderten Frauen die ich seitdem begleitet habe – ist die Methode entstanden die heute den Partnerwahl-Kompass darstellt.
Was meine Arbeit heute prägt ist nicht nur mein fachlicher Hintergrund – sondern vor allem dieser Weg. Als Anthropologin (M.A.) betrachte ich den Menschen immer im Zusammenhang mit seinem Umfeld. Partnerschaft ist die kleinste Einheit die wir bewusst wählen können – und genau deshalb hat sie so einen großen Einfluss auf unser Leben. Als Resilienztrainerin beschäftige ich mich damit wie wir mit Herausforderungen umgehen, wie wir in schwierigen Momenten bei uns bleiben – und wie wir wieder aufstehen.
Seit 2014 begleite ich Frauen auf ihrem Weg in eine stabile und passende Partnerschaft. Und ich freue mich jedes Mal von Herzen wenn ich später Feedback und E-Mails bekomme – von ihren Erfahrungen, ihren Erlebnissen, wie sie ihre Männer kennengelernt haben und davon wie sich ihr Leben inzwischen verändert hat.
Und André ist nicht nur mein Mann. Er ist meine bessere Hälfte. Und diese Arbeit könnte ich ohne ihn nicht machen. Er denkt mit, stellt Fragen, bringt seine Perspektive ein – und ergänzt die männliche Sichtweise in meiner Arbeit. Gleichzeitig unterstützt er mich in allen technischen Belangen. Etwas das ich sehr schätze – und das ein wahres Geschenk ist.
Der letzte Satz meines Versprechens an mich selbst – damals als ich auf Partnersuche war – lautete wortwörtlich:
„Eine Partnerschaft, die als Vorbild für andere dient — mit der wir, nach all der Arbeit die wir mit uns selber und dann zusammen gemacht haben, anderen einen Weg zeigen können, auch so eine Partnerschaft zu manifestieren und in Liebe, Freiheit und Eigenverantwortung miteinander das Leben von Tag zu Tag noch mehr zu genießen."
Mit großer Demut schaue ich heute noch auf diese Zeilen. Denn genau das ist es.
Etwas eigentlich Einfaches: mutig, aufrichtig und ehrlich hinzuschauen – und zu handeln. Nicht zu beschönigen. Nicht zu hoffen. Sondern die Fähigkeit zu entwickeln, zu erkennen was wirklich da ist – und darauf basierend bewusst zu entscheiden.
Genau das ist es, was ich Dir weitergeben möchte.